WEIN/4 FESTIVAL Unterretzbach Samstag

Das Theaterradl war eine Hit! Das Antonin Stehlik Ensemble erntete ebenfalls tosenden Applaus. Und ATTWENGER WOS war die Sensation! Und wer noch nicht genug bekommen hatte, gab sich die Tanzparty mit Musik der 70er, 80er und 90er.

Und am Sonntag gehts weiter:

15 Uhr mo19 Big Band – ein Konzert voller Energie

17 Uhr ein literarischer Generationenvertrag

20 Uhr Beatrix Neundlinger und die geringfügig Beschäftigten

60 Jahre musikschulverband retzer land

Retz verwandelte sich am 30. Mai 2026 in eine klingende Bühne. Überall erklangen Melodien, jubelten Zuhörerinnen und Zuhörer und strahlten junge Musikerinnen und Musiker. „Eine Stadt voll Musik“ machte ihrem Namen alle Ehre und wurde zu einem Fest, das Menschen bewegte, Generationen verband und den 60. Geburtstag der Musikschule Retzer Land eindrucksvoll feierte.

Bereits am Vormittag erfüllten die Klänge der Jugendblasorchester HAWEI und Retzer Land Wind, der Teeny Band sowie des Nachwuchsblasorchesters Zellerndorf den Hauptplatz. Gemeinsam mit der Big Band aus Znaim und der Bläserklasse für Erwachsene zeigten die Musikerinnen und Musiker eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig musikalische Ausbildung sein kann.

Ein besonderer Moment sorgte dabei für große Freude: Im Rahmen des Konzertes wurde eine Spende von mehr als 4.000 Euro von der Bläserklasse für Erwachsene an den Eltern- und Förderverein der Musikschule übergeben. Der Verein, der den gesamten Tag über auch für das leibliche Wohl der Gäste sorgte, erhielt damit wertvolle Unterstützung für seine wichtige Arbeit.

Am Nachmittag zog die Musik weiter durch die Stadt. In der Klosterkirche berührte das Kirchenkonzert mit seinem feinsinnigen Programm die Herzen der Besucher. Das Kammerorchester, verschiedene Streicherensembles, solistische Gesangseinlagen sowie die beiden Chöre – der Jugendchor der Musikschule und der Jugendchor der Kunstschule Znaim – schufen einen Klangraum voller Emotionen, der die historische Kirche mit Wärme und Lebendigkeit erfüllte. Auszug aus der NÖN-Hollabrunn

Kaum verklungen, setzte sich das musikalische Feuer im Kulturhaus fort. Die Tanzklassen und die Elementare Musikpädagogik begeisterten mit einem schwungvollen, farbenfrohen Programm. Mit sichtbarer Freude präsentierten die jüngsten Schülerinnen und Schüler ihr Können und ernteten dafür begeisterten Applaus.

Am späten Nachmittag übernahmen die Pianistinnen und Pianisten sowie die Gitarristinnen und Gitarristen die Bühne. Das Stringtime-Konzert zeigte eindrucksvoll, wie viel Talent, Fleiß und Leidenschaft in den jungen Künstlerinnen und Künstlern steckt.

Der Höhepunkt des Tages folgte um 19 Uhr auf dem Hauptplatz: das spektakuläre Crossover-Projekt des RSOP – Retz Symphonic Orchestra Project – unter der künstlerischen Leitung von Andreas Pranzl.

45 Musikerinnen und Musiker – Lehrkräfte, ehemalige sowie aktive Schülerinnen und Schüler (darunter der international tätige Tenor Martin Mairinger) – bildeten gemeinsam mit Sängerinnen und Sängern ein beeindruckendes Orchester, das aus Streichern, Bläser und einer Band bestand. Dazu gesellte sich ein Chor von mehr als 100 Kindern und Jugendlichen aus den Kooperationsklassen der Volksschulen Retz, Zellerndorf und Pleissing sowie der Mittelschule Weitersfeld, verstärkt durch den Kinder- und Jugendchor der Musikschule.

Anschließend wurde das Publikum von deren Darbietung mitgerissen. Klassiker der Musikgeschichte trafen auf Pop, Rock und Volksmusik. Von großen orchestralen Klangwelten bis zu den Liedern von Hubert von Goisern spannte sich ein musikalischer Bogen, der Grenzen zwischen Genres verschwinden ließ und Menschen jeden Alters begeisterte.

Zum krönenden Abschluss übernahmen die Retzer Land Horns und drei Bands die Bühne und verwandelten den Hauptplatz endgültig in ein großes Musikfestival. Tosender Applaus, jubelnde Besucherinnen und Besucher und eine Stimmung, die an die größten Open-Air-Veranstaltungen erinnerte, erfüllten die Retzer Innenstadt. Der gesamte Hauptplatz bebte vor Begeisterung und schenkte den Schülerinnen und Schülern jene Anerkennung, die sie sich mit ihren herausragenden Auftritten mehr als verdient hatten.

Mehr als 400 Schülerinnen und Schüler sowie alle Lehrkräfte präsentierten an diesem besonderen Tag den Musikschulverband Retzer Land. Gemeinsam feierten sie nicht nur musikalische Vielfalt und außergewöhnliches Können, sondern vor allem 60 Jahre gelebte Musikschulgeschichte.

BILD WEIN SCHAU 2026

Manchmal übernimmt der Zufall die Regie. So wurde eine gefundene Schablone eines Urahnen zum familären Mittelpunkt der Veranstaltung. Eine Hausschablone, mehr als hundert Jahre alt, auf einem Schrottplatz entsorgt und von einem rührigen Finder als solche erkannt und der Familie als Andenken überbracht. Die Übergabe wurde von Werner Pölz im Familienkreis förmlich inszeniert und fand den Höhepunkt mit der Übergabe vom Finder Herbert Hauser an Fini Pölz, der Mutter von Winzer Werner Pölz. Viele Erinnerungen wurden dabei wach und manch Auge wässrig.

Wer Judith und Werner Pölz kennt, weiß dass Wein wirklich ihr Metier ist und alljährlich Gutes erwartet werden kann. Und mit dem Lesegut 2025 ist wieder Gutes zu Hervorragendem veredelt worden! Und wie viele Jahre vorher wurde wieder Wein und Kunst gemeinsam bei der Weinbaufamilie Pölz vereint.

Dabei waren heuer Bilder von Irene Strolz-Taferner ausgestellt. So beschreibt sie sich selbst: „Bei meinem künstlerischen Schaffen schöpfe ich aus meiner inneren Quelle. Die Natur und das Weltgeschehen inspirieren mich. Das Dezente findet Form und Sprache in unaufgeregten Bildern. Ein gefühlter Gegenentwurf in einer turbulenten, reizüberfluteten Zeit. Geleichermaßen kann es expressiv aufwühlend werden. Seit September 2015 bin ich in meinem Atelier in Wien als freischaffende Künstlerin tätig. 2021/22 besuchte ich die Masterclass bei Prof. C. L. Attersee“. Meine Bilder laden zum Innehalten ein  – im Hier und Jetzt.

Bilder und großartig ausgebaute Pölz Weine fanden viel Beifall. Die Gastfreundschaft der Weinbaufamilie wurde durch Brot mit verschiedenen herzhaften Aufstrichen und allerlei Bäckerei hervorgestrichen. Schwer hatte man es nur beim Gustieren – es war einfach alles eine wahre Gaumenfreude!